
Der Mittelwesten ist die vielzitierte Kornkammer Amerikas. In diesem Gebiet dominieren Landwirtschaft und Viehzucht - Milchvieh im fruchtbaren Osten, Schafe im Westen. Die Großen Seen und ihre Zuflüsse sind zudem die Fischgründe der USA. Herzhafte, einfache Kost in reichlicher Menge und Fleisch oder Fisch kennzeichnen die traditionelle Küche.
In den Metropolen ist das Angebot vielfältiger als auf dem Land. Städte wie Chicago, Detroit oder Minneapolis bieten alles, was der Feinschmecker sucht. Hier haben Sie die Qual der Wahl. Neben den herkömmlichen amerikanischen Restaurants kann man unter einer Vielzahl von ethnischen Restaurants wählen.
Manche Europäer werten zu unrecht und voreilig die amerikanische Küche ab. Die Speisekarte der USA ist so international wie seine Bevölkerung. Es gibt kein Nationalgericht, das nicht zu bekommen wäre. Man sollte sich vom Vorurteil trennen, dass Hamburger, Hühnchen, Pizzas, Ketchup, Hot Dogs und Chips alleinig die Elemente der amerikanischen Küche ausmachen. Zwar werden diese Speisen vorwiegend in den preiswerten Fast-Food-Läden angeboten, jedoch schmeckt in ordentlichen Bars der frisch zubereitete Hamburger sehr viel besser als in den immergleichen Fast-Food-Ketten.
Noch ein Geheimtipp: In Ohio gibt es die größten Amischen-Gemeiden der Welt. Diese Bevölkerungsgruppe stammt urpsrünglich aus Südeutschland und sie lebt noch heute wie vor hundert Jahren: ohne Elekrizität, ohne Auros, ohne Telefon. Das schmackhafte, deftige Essen der Amischen wird in vielen ihrer Restaurants serviert und sie sollten es sich nicht entgehen lassen!
Besonders in den größeren Städten steht eine breite Palette von ethnischen Restaurants zur Verfügung. Als preiswert und gut ist vor allem die chinesische und thailändische Küche bekannt. Dort können Sie, wie auch in den Fast-Food-Restaurants, das Essen mitnehmen (carry out genannt) oder bei Tisch nicht bewältigte Reste einpacken lassen (im doggy bag).
Überall bekommt man Fruchtsäfte oder Fruchtsaftmischungen aus heimischen Orangen, Grapefruit und vielen anderen Früchten. Soft Drinks (Cola, aromatisierte und mit Kohlensäure versetzte Getränke) und Root Beer, ein aus Wasser, Zucker, Farbstoff und verschiedenen Gewürzen zubereitetes Getränk, werden gern als Durstlöscher getrunken. Auch Eistee ist sehr beliebt.
Beim Wasser ist zu beachten, dass man es zu jeder Mahlzeit mit reichlich Eiswürfeln erhält. Hierbei handelt es sich meistens um Leitungswasser. Möchte man lieber Mineralwasser bekommen, bestellt man spring water. Meistens ist keine Kohlensäure enthalten. Mineralwasser mit Kohlensäure wird carbonated oder sparkling mineral water genannt.
Für Mitteleuropäer können die Umgangsformen in den amerikanischen Restaurants etwas ungewohnt sein. Der Service empfängt bereits in den einfachsten Fast-Food-Restaurants den Gast und führt diesen zu seinem Tisch. Es ist also angebracht, beim Schild "Please wait to be seated" zu warten, bis der Kellner den Gästen den gewünschten Tisch zuweist. Man wird erst zum Tisch gebracht, wenn er gesäubert und frisch gedeckt worden ist.
Die Hauptmahlzeit ist im Gegensatz zu Deutschland nicht das Mittagessen (Lunch), sondern das Abendessen (Dinner). Lunch ist mehr eine schnelle Zwischenmahlzeit, zu denen zum Beispiel Salate, Sandwiches, Suppen, Hamburger und Gemüse gehören. Das Dinner hingegen kann recht opulent ausfallen. Meistens wird es zwischen 17 und 21 Uhr in Form von warmen Fleisch- und Fischgerichten mit allerlei Beilagen wie Pommes frites, Salat und Gemüse eingenommen.Sehr beliebt sind Steak-Gerichte in allen Variationen.
Die Kellner in den USA arbeiten meist auf Basis eines sehr geringen Grundgehalts. Sie sind auf das Trinkgeld (tip) angewiesen, das normalerweise 15 Prozent beträgt. Es ist nur ganz selten im Endpreis enthalten und es wird eine gesonderte Bezahlung erwartet. Sind Sie mit dem Service sehr zufrieden, so geben Sie etwas mehr als 15 %. Für gewöhnlich wird der tip auf dem Tisch zurückgelassen oder bei der durchaus üblichen Kreditkartenzahlung auf den Rechnungsbetrag addiert.