
Fort Wayne, ganz im Nordosten, verdankt seinen Namen dem General
"Mad Anthony" Wayne, der hier 1791 die Miami-Indianer besiegte. Die
Stadt hat für den historisch Interessierten eine der größten Sammlungen
über Abraham Lincoln zu bieten. Das 1995 eröffnete und von der Lincoln
National Coorporation unterstützte Lincoln Museum stellt in aufwändig
gestalteten – sogar interaktiven – Ausstellungen Leben und Zeit des
groβen Bürgerkriegs-Präsidenten dar.
Die Heimatstadt des weltweit berühmten "Hoosier" James Dean ist
Fairmount. Es ist ein winziges Dorf mitten in den Mais- und
Bohnenfeldern Nord-Indianas, wo das groβe Filmidol der 50er Jahre
aufgewachsen und in die Schule gegangen ist. Er liegt dort auch
begraben.
Das kleine Fairmount Historical Museum läuft
geradezu über vor James Dean-Memorabilia: angefangen bei seinen
Strampelhöschen bis hin zu den Stiefeln, die er im Film "Giganten"
trug! Nur ein paar Straβen weiter hat David Loehr seine James Dean
Gallery, wo er seit 25 Jahren alles über und von "Jimmy" sammelt, was
ihm nur in die Finger kommt: Fotos, Filmposter, alte
Zeitschriftenartikel, die rote Jacke aus "Denn Sie wissen nicht, was
sie tun", ja sogar eine Lebendmaske!
Und weil James Dean der
ganze Stolz des Dorfes ist, findet jedes Jahr Ende September ein James
Dean Festival statt mit Paraden, Ständen, Auto Shows und einem James
Dean Wettbewerb, bei dem der gewinnt, der dem Schauspieler am
ähnlichsten sieht.
Lange bevor Detroit zum Zentrum der amerikanischen Automobil-Industrie wurde, hat man in Indiana schon mit hochmodernen Techniken des Automobilbaus experimentiert. Ja, sogar ein Elektroauto wurde hier bereits 1898 produziert. Der Hersteller, Waverly, war seiner Zeit voraus. Auch wenn die 44 Batterien das Fahrzeug nur auf 12 Meilen pro Stunde beschleunigten.
Ein bekanntes Museum ist das Auburn-Cord-Duesenberg Museum in Auburn. Zu den weiteren zählen das National Automotive & Truck Museum of the United States, das Studebaker National Museum, das Door Prairie Auto Museum sowie das Automotive Heritage Museum.
Das neue Museum beherbergt ein IMAX-Kino und befindet sich im White River State Park. Die Ausstellungen informieren über den "Hoosier"-Staat und dessen Geschichte.
Dieses beeindruckende Museum ist den Indianern gewidmet. Im Pueblo Stil des Südwestens erbaut, passt sich das Adobe-Gebäude perfekt an die innen ausgestellte Kunst an. Das Museum umfasst Artefakte der verschiedenen Indianerstämme sowie eine Gemäldesammlung von Malern des amerikanischen Westens, wie etwa Georgia O’Keeffe, Frederic Remmington und Charles Russell.
Die Seiberling Villa erinnert etwas an ein Schloss aus 1001 Nacht.
1891 hat hier der Millionär Monroe Seiberling, der seine Brötchen vor
allem mit dem Verkauf von Schuhkartons verdiente, seine Wunschresidenz
errichten lassen. Der aufwändige Lebensstil der Familie mit all seinen
Parties gehörte zu der Zeit zum Stadtgespräch.
Nachdem die
Seiberlings auszogen und die Villa einige Jahre leer stand, fiel sie
beinahe dem Abriss zum Opfer. Freiwillige Helfer verhinderten dies und
restaurierten das alte Haus. Heute befindet sich darin das Howard
County Historical Museum – ein Sammelsurium von Gegenständen, die
einiges über die Geschichte der Gegend erzählen. Unter anderem sind
auch Glasvasen der örtlichen Glasfabrik ausgestellt.